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Validierung

FAQ | Validierung
Frage Antwort
Warum ist der Titrator langsamer als eine manuelle Titration? Bei einer Titration werden von einer Elektrode Messwerte im Gleichgewichtszustand aufgenommen. Die chemische Reaktion und die Ansprechzeit der Elektrode müssen beide(!) abgewartet werden. Nur so sind objektive und richtige Titrationskurven mit nachvollziehbaren Ergebnissen zu erhalten. Bei einer manuellen Titration ist das nicht sichergestellt. Die Untergrenze hängt von der Art der Probe ab und der Probenmenge. In der Praxis wird die Volumetrie bei Wassermenge > 100 ppm eingesetzt.
Wie hoch sollte der Verbrauch bei der Titration mindestens sein? Wir empfehlen einen Verbrauch zwischen 25% und 75% des Bürettenvolumens. Am häufigsten wird ein Aufsatz mit einem Volumen von 20ml verwendet. Somit sind zwischen 5 und 15 ml zu verbrauchen.
Gibt es, z.B. für Chlorid-Titrationen, Standardlösungen, mit denen ich die Messgenauigkeit des Titrators überprüfen kann? Wir empfehlen sekundäre Referenzmaterialien mit einem Zertifikat des Herstellers. Dieses enthält Angabe zur Messunsicherheit. Bei der Chlorid-Titration wird NaCl verwendet. Bei einer Einwaage von ca. 58 mg ( = 0,058 g) ist der Verbaruch bei einer 0,1 molaren Silbernitratlösung ca. 10 ml. Auch KCl kann eingesetzt werden, ist aber nicht als Referenzmaterial verfügbar.
Warum und wie oft sollte eine Titerstellung durchgeführt werden? Als Faustregel gilt, dass eine Titerstellung bei verdünnten Lösungen häufiger durchgeführt werden sollte. Laugen sind besonders empfindlich und hier sollte der Titer mindesten wöchentlich erfolgen. Nur die Titerstellung mit einem zertifizierten Standard ermöglicht ein richtiges Ergebnis.